Haus Wedemark

Haus Wedemark, Finnholz

Anbieter: Finnholz
Bauart: Blockbau, Kreuzlamellenholz
Holzart: Kiefer
Wandsystem: ohne Dämmung
Nutzfläche Holzbau: 200 Quadratmeter
Preisklasse Ausbauhaus: ab 275.000 Euro
Holzschutz der Fassade: beige Lasur
Heizenergie: Strom/Erdwärmepumpe
Wärmeverteilung: Fußboden

Standort

Grundriss

Ehrwürdige Meister

Stolz präsentiert ein junges Paar aus der Wedemark bei Hannover seinen selbst gestalteten Bungalow. Das 200 Quadratmeter große, eingeschossige Blockhaus mit Ausstattungsmerkmalen einer Landhausvilla ist zweifellos eine Referenz für ein ungedämmtes Massivholzhaus mit moderner Prägung und besten Kennzahlen.

Fast zwei Jahre lang hatte das Paar die Pläne für das gemeinsame Blockhaus geschmiedet. Dabei war ihnen neben gestalterischen Aspekten die Heiz- und Belüftungstechnik besonders wichtig. In seiner Ausbildung hatte der Bauherr und Handwerksmeister Klima- und Lüftungsanlagen gewartet. „Was ich da schon im Praktikum zu sehen bekam, möchte sicher niemand im eigenen Haus installiert haben“, erinnert er sich an viele ernsthafte Missstände. So wählten die Bauherren zur Frischluftzufuhr einfache Belüftungsklappen, die in finnischer Manier an den Fenstern installiert sind.

Nach dem Kauf des Grundstückes nahe dem elterlichen Gefilde ging es auf die Anbietersuche. Fündig wurde man bei einem handwerklich-engagierten Betrieb in Hessen, wo man noch Aug’ in Aug’ und von Meister zu Meister diskutieren konnte. Aber nicht nur das, ihnen wurde sogar ein schlüsselfertiges Haus angeboten.  

Die Wände des Rohbaus bestehen aus 24 Zentimeter starken, ungedämmten Kiefernholz-Blockbohlen. Die Balken sind horizontal und vertikal aus stehenden und liegenden Lamellen verleimt. Innen hat das Gebäude nur helle Leichtbauwände, die die Räumlichkeiten individuell und flexibel abtrennen.

Ein weit vorstehender Sichtdachstuhl in meisterlicher Qualität trägt das riesige Walmdach des Haupthauses. Rechts davon schmiegt sich eine große Doppelgarage an, die nach vorn vorgezogen ist und hinten mit einer Erweiterung für einen Lagerraum ausgestattet ist. Die Schokoladenseite des Gebäudes präsentiert sich beim Blick auf die südseitige Terrasse. Dort sind stufenförmig zwei Ecken aus dem Grundriss ausgespart und das hinüberreichende Dacheck wurde voll verglast.

Großzügig wirkt die weiße Küche, die voll im Wohnraum integriert ist. Eine große schmale Dunstabzugshaube aus Edelstahl überschirmt die frei stehende Kochtheke. Der angrenzende Essbereich geht praktisch zum Wohnraum und zur Terrasse über. Der kleine Kaminofen im Eck wird regelmäßig genutzt, wie das Paar versichert. „Holzheizen gehört nun mal in ein Blockhaus“, lautet die Meinung.

Beheizt wird das Haus auf 280 Quadratmetern Nutzfläche, das umfasst selbst den Fußboden in der Garage und Abstellkammer. Große, schwarz-braun schimmernde Fliesen auf allen Böden lassen Nutz- und Wohnräume optisch fließend ineinander übergehen. Im Hauswirtschaftsraum trifft man auf komfortable Heiztechnik: Eine Luftwärmepumpe mit Kühlaggregat im Garten und Wärmetauscher im Haus versorgt das Gebäude energiesparend. Bis dato stellte das Ehepaar einen mittleren Stromverbrauch von 80 Euro pro Monat für Warmwasser und Heizung fest. Ein 1.000-Liter-Wasserspeicher reduziert die Laufzeit der Wärmepumpe deutlich. Auf Solarthermie und Photovoltaik-Strom konnte gut verzichtet werden.

Vom Eingang ins Haus führen breite Verkehrswege durch das firstoffene Haus. Linker Hand geht es in die Wohnräume und rechts zu drei Schlafzimmern. Ein kleines Paradies ist das Bad mit seiner Bruchstein-Dekorwand und den Flusssteinböden in der Dusche sowie dem Ausgang in den Garten.

Mitten im Raum, zentral und kubisch, ist mit weißen Leichtbauwänden ein Büro vom umgebenen Wohnraum abgetrennt – das ist originell. Eine breite Spiegelscheibe zur Diele lässt Licht ins Büro fallen und schützt vor Blicken. Hier hat der selbständige Jungunternehmer sein Homeoffice eingerichtet.    TH