Haus Vancouver

Anbieter: Sperlich
Bauart: Blockbau, Naturstamm
Holzart: Rotzeder
Wandsystem: ohne Dämmung
Nutzfläche Holzbau: 170 Quadratmeter
Preisklasse Ausbauhaus: ab 275.000 Euro
Holzschutz der Fassade: ohne Anstrich
Heizenergie: Elektro
Wärmeverteilung: Fußboden

Standort

Grundriss EG

Grundriss OG

Vancouver Island Hideaway

An der kanadischen Westküste auf einer kleinen Insel zwischen Vancouver Island und der Sunshine Coast steht das atemberaubend gestaltete Naturstammhaus zweier Bauherren. Nicht nur das Blockhaus fasziniert, auch der Blick über die Meerenge von Georgia auf die Coastal Mountains, und die Silhouette der Metropole Vancouver ist atemberaubend. Eine solche versteckte Zuflucht vom Tagestrubel ist ein ‘Hideaway’, wie es viele Nordamerikaner lieben. Hier erlebt man spektakulär auftauchende Orca-Wale oder man ist sportlich und segelt in den vorm Pazifischen Ozean geschützten Fjorden.

Die Einwohner der Golfinseln, wie die Inseln in der Meerenge heißen, lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: die ‘Bescheidenen’, die zurückgezogen leben und ihrem Handwerk nachgehen, und die ‘Glücklichen’, die sich ein Wochenendhaus im gleichen Paradies leisten und hier Erholung suchen. Bedauerlicherweise kommt es hier und da zu Konflikten zwischen den Alteingesessenen und den Fremden.

Die bauwilligen Zuwanderer einigten sich im Sinne der Ortsansässigen auf eine Blockbauweise auf minimaler Fläche, um Landschaft und Natur zu schonen. Daher wählten sie eine zweigeschossige Lösung.

Viele Stilelemente der norwegischen Blockbauweise prägen das große Ferienhaus. Um auf geringer Grundfläche eine ausreichend große Nutzfläche zu erhalten, wurde das obere Stockwerk auf den Hausecken überbaut. Weit ausladende Auskragungen der Außenwände sowie justierbare Pfosten stützen diese Konstruktion. Diese Technik, wie man sie vom klassischen Speicherhaus in Norwegen kennt, erweitert die Nutzfläche gewaltig und schützt die Fassade clever vor dem Wetter. Stilistisch elegant wurden die Auskragungen im kreuzenden Querhaus wiederholt. Als Kontrast zur nordischen Gestaltung nutzten die Bauherren viktorianische Architektur-Elemente wie die zwei Dreiecksgauben, große spiegelnde Fensterflächen oder das vorgebaute zierliche Erkerfenster. Unter der Überbauung ergeben sich geschützte Freisitze.

Schlussendlich musste der Blockhausbauer nur noch die Holznutzung argumentieren: „Heutzutage gibt es in Nordamerika mehr Wälder als in der Zeit der ersten weißen Siedler.“ Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Waldbrände heutzutage besser kontrolliert werden, und dass sich in vielen Teilen von British Columbia ein nachhaltiges Ressourcen-Management durchgesetzt hat. ‘Western Red Cedar’ ist zwar aufgrund der großen Nachfrage teuer, doch immer noch in allen Stärken und Qualitäten verfügbar.    TH