Haus Schliersee

Anbieter: Artifex
Bauart: Blockbau, Naturstamm
Holzart: Weißtanne
Wandsystem: ohne Dämmung
Nutzfläche Holzbau: 180 Quadratmeter
Preisklasse Ausbauhaus: ab 200.000 Euro
Holzschutz der Fassade: ohne Anstrich
Heizenergie: Stückholz
Wärmeverteilung: Fußboden

Standort

Grundriss EG

Grundriss OG

Outdoor am Schliersee

Eine junge sportliche Familie hat ihr Plätzchen gefunden: Sie wohnen und arbeiten am Schliersee in den Bayerischen Alpen, einer beliebten Tourismusregion unweit von München. Hier konnten sie ein beachtliches Grundstück mit einem Altbestand erwerben. Der quadratische Besitz mit einem kleinen Wald und Quellbach grenzt an ein Moor. Von der einstigen Bebauung zeugt nur noch ein alter Schuppen. Mit dem neuen Holzhaus, das sich mit regionalen Stilelementen in die Natur ringsum einfügt, ist ein Kunstwerk in Teamarbeit gelungen.

Auf einer Höhenlage von 700 Metern realisierte das Holzbauteam ein etwas ungewöhnliches Blockhaus. Für das Parterre lieferte der Blockhausbauer den siebenlagigen Naturstamm-Rohbau aus regionaler Weißtanne. Ein Balkenkranz aus kantig besäumten und mit Schwalbenschwänzen verkämmten Stämmen sorgt für einen harmonischeren Übergang zum Obergeschoss. Dieser kragt aus um einen halben Meter über die untere Wandflucht, wodurch das Erdgeschoss besonders gut wettergeschützt ist. Zudem erweitert das die Wohnfläche. Auf dem Ringanker errichtete der Zimmerer einen holzfasergedämmten Rahmenbau, den er regionaltypisch mit Fichtenholz-Schindeln verkleidete. Abschließend endet die Konstruktion mit einem Rundholz-Dachstuhl.

Ein breiter Rundbogen verbindet den Wohnteil zur Diele mit Treppenaufgang und Windfang. Das offene Wohnzimmer wurde zum großen, sonnigen Garten mit bodentiefen Fenstern versehen. Hier bietet sich eine wunderbare Aussicht in den Wald und hinauf zu den Gipfeln der Spitzingseer Berge.

Im Gegensatz zum eher kontrastreich gestalteten Parterre wirken die Räume im Obergeschoss sehr harmonisch. Die Leichtbauwände wurden beplankt und mit Lehmputz verkleidet. Der Lehm hat einen natürlichen Farbton und gleicht das Raumklima spürbar aus.

Die obere Zimmerteilung ist symmetrisch. Giebelseitig ist über die volle Hausbreite ein Übungsraum untergebracht, den die Hausherrin und Tai-Chi-Lehrerin als Seminarraum nutzt. Bei Bedarf lassen sich hier zwei Zimmer abtrennen. Richtung Wald sind ein 25-Quadratmeter-Bad und ein großes Schlafzimmer platziert. Beide Räume beeindrucken durch die große, bodentiefe Verglasung.

Zum Heizen wählten die Bauherren einen Zentralheizungsherd, der zwischen Küche und Wohnraum steht und den ganzen Winter zum Heizen und Kochen genutzt wird. Sein Wärmetauscher bringt etwa 17 Kilowatt wasserseitige Energieleistung in den Speicher im Wirtschaftraum. Zusätzliche Energie liefern Solarkollektoren auf dem Dach. Die Warmwasserbereitung erfolgt im direkten Zufluss über den Warmwasserspeicher.    TH