Haus Saargemünd

Anbieter: Honka
Bauart: Blockbau, Vollholz  
Holzart: Kiefer
Wandsystem: ohne Dämmung
Nutzfläche Holzbau: 280 Quadratmeter
Preisklasse Ausbauhaus: ab 450.000 Euro
Holzschutz der Fassade: rotbraune Lasur
Heizenergie: Erdgas
Wärmeverteilung: Fußboden

Standort

Grundriss EG

Grundriss OG

Parcours à Côtes

Eine Privatreise führte 2007 zwei Bauinteressenten in die USA. Zuvor hatten sie ein imposantes Blockhaus-Modell eines US-Produzenten entdeckt und bestaunt. Engagiert wie das Baupaar ist, gönnte es sich auf der Reise einen Abstecher zur Blockhaus-Fabrikation nach Tennessee. Sehr zufrieden entschied sich das Paar gleich vor Ort zum Kauf eines Typenhauses namens ‘Westwind IV’. Dessen viktorianische Architektur mit zwei Seitenflügeln, einem zentralen Mittelhaus mit riesigem Loft und verglastem Schiffsgiebel sowie die umlaufende Veranda war genau das Richtige für ihr Grundstück am Golfplatz in der französischen Kleinstadt Saargemünd.

Noch heute erinnern sich die fidelen Pensionäre an die etwas ‘holprige’ Bauzeit. Denn nach der US-Reise sollten die Pläne des Standard-Blockhauses individuell aufgeteilt und an das 1.500 Quadratmeter große Grundstück angepasst werden. Nach langen Wochen des Wartens erkannten die Bauwilligen, dass es so nicht weitergehen konnte. Schlussendlich kündigten sie den Vertrag.

Beim zweiten Anlauf nahm sich ein finnischer Anbieter der Pläne wunschgemäß an und 2008 begann die Umsetzung des Projekts. Rund 20 mal 11 Meter bedeckt der Grundriss des Kiefernhauses mit einer Balkenstärke von 23 Zentimetern. Die eng gewachsenen Jahrringe belegen die gute Qualität der Vollholzbalken. Der individuell gemischte rotebraune Lasuranstrich wurde aus der Schweiz geliefert. Mit den weißen Fensterlaibungen und Ortgängen der Dächer ergibt sich ein kontrastreiches Bild. „Innen haben wir das Rundholz nach der Montage mit Marseiller Seife abgewaschen. Die so gereinigten Balken duften gut, das Holz bleibt heller und man spürt ein mildes und wohltuendes Raumklima.

Das Haus vereint viele Ansprüche unter einem Dach: Es lässt sich als Generationenhaus, Altersruhesitz, Clubhaus oder für die große Familie nutzen. Zentral betritt man das Gebäude und gelangt in einen Windfang mit separatem Gäste-WC. Dieses ist einzigartig mit venezianischem Palazzi gestaltet. Die zweiflügelige Hausaufteilung bietet auf der Ostseite ein Esszimmer und daneben die weiße Küche mit roter Kochtheke. Zur Westseite des Hauses ist eine große Bibliothek untergebracht. Die Dekoration und der Billardtisch verraten fachsimpelnde Golfspieler an der eleganten Clubtheke.

Das Zentrum des Hauses ist das Wohnzimmer mit Ledercouch. Ein großer, mit ‘Cultured stone’ verkleideter Schornstein trennt Küche und Essecke ab. „Holzheizen ist für uns Ehrensache“, meinen die Blockhausfans. Das Gebäude wird jedoch zentral mit einer Gastherme beheizt, das ist in Frankreich preiswert. Dazu liegen auf allen Hausetagen Fußbodenheizungen im Estrich. Darüber sind die Böden vornehm mit afrikanischem Kirschholz bedeckt. In der Küche und den Bädern liegen dezente Keramikfliesen.

Den Wohnraum quert eine Podesttreppe in amerikanischer Manier. Von der Galerie kann man am besten den verglasten Schiffsgiebel mit Panoramasicht auf den Golfplatz bewundern. Die um 15 Grad angewinkeltenFassaden lassen viel Sonnenlicht ins Haus. Zur Abschattung sind die Doppelglasfenster mit elektrischen Rollos ausgestattet. „Hier geht alles über eine EIB-Computer-Steuerung – Licht, Heizung, Rolläden, Alarmanlage“, erklärt der Haueigentümer. „Das hat sich in sechs Jahren fehlerfrei bewährt“, resümiert er.

„Kommen Sie mal mit“, werden wir gebeten. Der Keller ist zwar nicht aus Holz, aber er bietet beste Wellnesskultur. Sauna, Whirlpool, Dampfbad, Großdusche und Relaxraum mit Getränkebar sind exquisit ausstaffiert. Auf 500 Quadratmetern Wohnfläche und davon 280 im Blockhaus kann man es aushalten.    TH