Haus Prüm

Anbieter: Tirolia
Bauart: Fachwerk-/Riegelbau, Lamellenholz
Holzart: Fichte
Wandsystem: innen gedämmt
Nutzfläche Holzbau: 140 Quadratmeter
Preisklasse Ausbauhaus: ab 150.000 Euro
Holzschutz der Fassade: graue Lasur
Heizenergie: Pellets
Wärmeverteilung: Fußboden

Standort

Grundriss EG

Grundriss OG

State of the Art-Riegel

Für den Laien mag es schleierhaft sein, aber Holzhaus ist nicht gleich Holzhaus. Bei diesem Mietshaus versteckt sich hinter der silbrig glänzenden Fassade eine Holzriegel- bzw. Fachwerk-Kon­struktion aus besten österreichischen Hochlagenhölzern. Unten besteht das Stützwerk aus Schwellhölzern, auf denen Ständer fußen. Auf halber Höhe durchziehen sogenannte Brustriegel die Wände bevor auf weiteren Ständern das Rähm beziehungsweise die Stockschwelle als Auflager für das Dach abschließt.

Die lange Schwertung, die Kopf- und Fußbänder und die Knaggen sind diagonale Streben, die der Statik und Windaussteifung dienen. Diverse Halsriegel und Streben bringen zusätzliche Aussteifung, und echte zimmermannsmäßige Verzapfungen verbinden alle Bauteile.

Das bezeichnende Merkmal des Hauses ist sein doppeltes Pultdach, das wie ein Satteldach mit versetzten Dachflächen wirkt. Die Fassaden überragt es um bis zu drei Meter. Der Sichtdachstuhl mit gedoppelten Sparren trägt eine 24 Zentimeter Dämmung, flache graue Markenziegel schließen das Dach ab. Ein seitlicher, um 45 Grad gedrehter Vorbau sorgt für einen harmonischen und farblich auffälligen Übergang zwischen den versetzten Pulten.

Als Zentralheizung für den Fußboden arbeitet im seitlichen Anbau des kellerlosen Hauses eine Pelletsheizung. Deren Bevorratung wurde in einer kleinen Kammer unter dem Dach platziert. Zudem steht im Wohnzimmer ein schlanker Edelstahl-Pelletsofen mit Sichtfenster und Edelstahl-Außenkamin. Heizanlage, Kaminofen und Solaranlage übertragen die gewonnene Energie in einen 700-Liter-Speicher, dessen Energieverteilung über eine Hightech-Steuerung gemanagt wird.

Der Strom aus 140 Quadratmeter Fotovoltaik wird ins Netz eingespeist und pro Monat mit rund 800 Euro vergütet. Über drei Jahre in Folge erzeugte das Gebäude einen Energieüberschuss, womit es als Plusenergiehaus bezeichnet werden kann.    TH