Haus Mainz

Anbiert: Charlie Manz
Bauart: Blockbau, Naturstamm
Holzart: Fichte
Wandsystem: ohne Dämmung
Nutzfläche Holzbau: 220 Quadratmeter
Preisklasse Ausbauhaus: ab 250.000 Euro
Holzschutz der Fassade: beige Lasur
Heizenergie: Strom/Luftwärmepumpe
Wärmeverteilung: Fußboden

Standort

Grundriss EG

Grundriss OG

Fruits of Trees

Viel Platz und Phantasie haben südlich von Mainz zu einem prächtigen Wohnhaus aus Naturstämmen geführt. Hier betreibt eine vierköpfige Familie einen großen Landwirtschaftsbetrieb für Acker- und Obstanbau. Ihre Grundüberlegung war, ein klassisches Familienhaus zu bauen, das Generationen unter einem Dach vereint. Als Vollerwerbslandwirte hatten sie behördlich kein Problem, das Haus außerorts zu bauen. Dass es ein markantes Naturstammhaus werden würde, war ein lang gehegter Traum.

Über ihre vielen Hausbesichtigungen hatte die Familie schon klare Vorstellungen für ihr Bauvorhaben entwickelt. Unklar war jedoch, ob sie die Verantwortung für die Bauvergabe an ein kleines Unternehmen abgeben wollten. Schließlich werden Naturstammhäuser nur in geringer Stückzahl gebaut und es verlangt ein breites Fachwissen. Doch es fehlte der Familie nicht an Mut und Vertrauen. Bereits bei der Planung bewies sich, dass der avisierte Produzent die Sorgen ausräumen und ihre Wünsche erfüllen konnte.

Auf ein gedämmtes Fundament entwickelten sie mit dem Anbieter ein kellerloses Haus nach Maß. Die Vorarbeiten für den Hausbau erledigte der Bauherr mit eigenen Gerätschaften selbst. Die genaue Position des Gebäudes ließen sie auf Wasseradern prüfen, die bei ungünstigem Verlauf den Schlaf stören könnten. Leicht gedreht zu den Fluchten des Grundstücks wurde das Fundament mit einer ein Meter tiefen Gründung hergerichtet. So entstand die leicht exponierte Position des Gebäudes. Die Drehung gebührte der optimalen Ausrichtung zur Sonne. Dank des Freistands des Gebäudes in der Hügellandschaft erhält es ganzjährig Tageslicht. Die weiten Dachüberstände bringen im Sommer etwas Schatten, ohne die Wintersonne zu behindern.

Während der Bauphase reiste die Familie häufig in den nahen Hunsrück, um den Baufortschritt zu begutachten. „Wir waren schon begeistert, wie exakt die Stämme zugeschnitten und wie leicht kleine Änderungswünsche berücksichtigt wurden“, resümiert das Paar.

Das tief reichende Satteldach mit zwei Mittel- und fliegenden Fußpfetten lässt das Blockhaus aus der Ferne klein und niedlich aussehen. Kommt man dem Objekt näher, staunt man über die ausgewachsenen Dimensionen. Nur selten trifft der Regen auf die Fassade und so kann man stets trockenen Fußes um das Haus gehen.

Auf seinen anderthalb Ebenen bietet das Gebäude 220 Quadratmeter Wohnfläche. Unten schlafen die Eltern und oben die erwachsenen Zwillingstöchter. Folglich sind auch zwei Bäder und ein Gäste-WC vorhanden. Auf der sonnigen Giebelseite hat das Gebäude einen breiten Balkon, der von den Schlafzimmern aus begehbar ist. Der nördlichen Giebelseite wurde ein Anbau mit Carport vorgesetzt, der die Fassade komplett schützt. Im Anbau befand sich zu Anfang die Luftwärmepumpe für die Heizung und Warmwasser. Doch wurde sie inzwischen in den Garten verbannt, da die Ventilator-Geräusche die Nachtruhe störten. Heute freut sich die Familie an den niedrigen Heizkosten. Etwas unglücklich war indes die Investition in eine Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung. Denn auch diese verursachte durch die Luftzirkulation Geräusche. Nun wird sie nur noch bei Bedarf genutzt.

Sehr dekorativ öffnet sich das Wohnzimmer zur Galerie. Ein hoher Zwerchgiebel gibt mit seiner Verglasung den Blick frei Richtung Himmel und über die Obst- und Weinanbaugebiete der Region. Ein Rundbogen fasst diesen Anblick ein und eine dezente Beleuchtung setzt alles in Szene. Nischen, Stammwände und Decken sind schön dekoriert. Man merkt, dass hier drei Frauen wohnen. TH