Haus Lipperland

Anbieter: Polarlifehaus
Bauart: Rahmen-Blockbau, Lamellenholz  
Holzart: Fichte
Wandsystem: innen gedämmt
Nutzfläche Holzbau: 130 Quadratmeter
Preisklasse Ausbauhaus: ab 150.000 Euro
Holzschutz der Fassade: schwarze Lasur
Heizenergie: Strom/Luftwärmepumpe
Wärmeverteilung: Fußboden

Standort

Grundriss

Teutonischer Bungalow

Nur neun Monate lang baute ein Kaufmann in Sichtweite des Hermannsdenkmals am Teutoburger Wald seinen eleganten finnischen Bungalow. Schon als Kind verbrache er mit seinen Eltern die Ferien am finnischen Saimaa-See. Die guten Erinnerungen und der Gedanke, nach der Arbeit die entspannte Atmosphäre eines finnischen Holzhauses vorzufinden, bewogen ihn dazu.

Mit ein wenig künstlerischem Talent hatte der Junggeselle schnell einige Skizzen seines Wunschhauses gezeichnet. Aber so recht wollte es nicht passen. Da kontaktierte er via E-Mail den englischsprachigen Architekten einer Typenhausbaureihe in Finnland. Dieser antwortete ihm noch am selben Tag.

Für ihn sei es kein Problem aus den Skizzen ein realisierbares Haus zu planen, lautete die Nachricht. Bald folgte ein konkreter Planungsvorschlag. Der junge Bauherr war sehr zufrieden, und bei einem Werksbesuch in Finnland fällte er seine Kaufentscheidung. Beim Bau sollte sich dann zeigen, wie ausgeklügelt die Planung und alle Details waren: Als das letzte Paneel der Deckenverkleidung montiert wurde, passte alles millimetergenau.

Horizontale Blockpaneele bestimmen die Optik des kubischen Bungalows innen wie außen, genau so, wie es sich der Bauherr vorgestellt hatte. Die Ansicht ist durch den Farbkontrast zwischen schwarz lasierter Gebäudehülle und naturbelassenem Holz für die Veranda und die rückversetzten Hauswände bestimmt. Die Nachbarn tauften den Bau liebevoll ‘Schwarzbau’, womit ausschließlich das Design gemeint war.

Der Stelzenbau wurde auf 35 Leimholzbalken gestellt, die wiederum auf Stahlträgern verankert sind. Zwischen den hohen Balken wurden 36 Zentimeter dicke Hanfmatten eingebracht. Das Rahmenblockhaus besteht aus sieben Zentimeter starken Fichtenblockbohlen, die innen mit 14 Zentimeter Hanffaser gedämmt sind. Nach oben schließt ein mit 30 Zentimeter starken Hanfmatten gedämmtes Binderdach mit einer Neigung von etwa vier Grad ab.  

Dank der Dämmung, der Ausrichtung nach Süden und einer Wärmepumpe wurde für das Haus ein KfW-60-Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau genehmigt. Damit stand dem Bauherren zinsgünstiges Geld zur Verfügung, das obendrein als Eigenkapital anerkannt wurde. Damit alles sachgerecht umgesetzt wurde, kam ein Inspektor der KfW-Bank zur Prüfung auf die Baustelle. „Hier brauche ich nicht groß zu kontrollieren, alles bestens“, erkannte der Fachmann.    TH