Haus Ebersberg

Anbieter: Rubner
Bauart: Blockbau, Lamellenholz
Holzart: Fichte
Wandsystem: innen gedämmt
Nutzfläche Holzbau: 130 Quadratmeter
Preisklasse Ausbauhaus: ab 150.000 Euro
Holzschutz der Fassade: graue Lasur
Heizenergie: Holz/Fernwärme
Wärmeverteilung: Fußboden

Standort

Grundriss EG

Grundriss OG

Artdirector‘s Home Office

Lust auf’s Bauen hatte eine selbständige Fotografin und Künstlerin. So machte sie sich auf den Weg, sich nach Ideen für ihr ganz persönliches Bauprojekt umzuschauen. Schon in jungen Jahren hatte sie die klassische Blockbauweise kennengelernt und sich dafür begeistert. In einem Musterhauszentrum entdeckte die Bauherrin eine spannende Vorlage: ein kubischer, doppelgeschossiger Würfel mit einem leicht geneigten Dach und zahlreichen Designelementen. Ungewöhnliche horizontale Fensterschlitze von der Höhe eines Blockbalkens verliehen der Fassade einen Schuss Extravaganz.

Schneller als gedacht war ihr voll massiver Rohbau mit seinen zwei Geschossen errichtet. Nach der Montage folgte die Farbgestaltung der Außenwände mit einem mittelgrauen Anstrich und kräftig roten Fenstern und Türen. Die Designer des Blockhaus-Produzenten hatten ganze Arbeit geleistet. Die Mixtur der jeweiligen Farben hat ein metameres Verhalten. Das bedeutet, dass sich die Farbwirkung in Abhängigkeit vom Tageslicht verändert.

Rund 26 Zentimeter sind die Wände dick und fast 40 Balkenlagen hoch. Die Raumhöhe liegt auf Wunsch der Bauherrin bei großzügigen 2,65 Metern. „Ich wollte oben wie unten viel Luft um mich herum haben“, erklärt die Hauseigentümerin. Auf den 130 Quadratmetern Nutzfläche bietet sich ausreichend Wohnraum.

Die Raumteilung besteht im Parterre aus einem großen Wohnzimmer mit breiter Terrassentür und einer Essküche, in die man durch einen zwei Meter breiten Wanddurchbruch gelangt. Eine Terrassentür in der Küche ermöglicht das schnelle Heraustreten in den Kräutergarten. Helle Fliesen und ein robuster Eichenholzboden sind mit einer Fußbodenheizung unterlegt.

Zwischen Küche und Wohnzimmer steht der gemauerte, weiß verputzte Kaminofen. Hinter dem großen Sichtglas lodern die Flammen. Die perfekte Luftzirkulation in der Brennkammer verhindert, dass die Scheibe stark verrußt. „Geschieht dies doch, lässt sich die Scheibe einfach mit einem nassen Papier und Asche sauber wischen“, rät die Bauherrin.
Neben dem schicken Gästebad führt eine halbgewendelte Eschenholztreppe ins Obergeschoss und in den Keller, wo die Fernwärmeheizanlage untergebracht ist.

Oben bedecken helle Ahornböden die Zwischendecke. Auf halber Hausbreite befindet sich eine Galerie, die die Künstlerin als Atelier und Home Office nutzt. Das moderne Bad und das geräumige Schlafzimmer befinden sich nebenan. Dank der zwei Meter hohen Traufwände im Obergeschoss konnten im Kniestock Fenster mit normaler Bauhöhe platziert werden. Gerne blickt man runter in den Garten oder auch in die Ferne. Das rund 600 Meter hoch gelegene Haus bietet Aussicht bis zu vielen Bergspitzen der bayerischen Alpen.    TH