Haus Darmstadt

Anbieter: das holzhaus
Bauart: Blockbau, Naturstamm
Holzart: Rotzeder
Wandsystem: ohne Dämmung
Nutzfläche HolzbaU: 240 Quadratmeter
Preisklasse Ausbauhaus: ab 350.000 Euro
Holzschutz der Fassade: ohne Anstrich
Heizenergie: Pellets und Stückholz
Wärmeverteilung: Fußboden

Standort

Grundriss EG

Grundriss OG

Rote Zeder- Wucht

Hier hat die Liebe zum Holzhaus mit einem kleinen roten Schwedenhaus angefangen, das sich ein junges Paar gekauft hatte. Mit schnieken Landhausmöbeln und schönen Dekorationen versehen, war damals der Einstieg ins ländliche Wohnen erfolgreich vollzogen worden. Aber mit dem doppelten Nachwuchs wurden die Räumlichkeiten zu klein. Zudem fehlte der Familie im Dörfchen die Infrastruktur. Nach langer Grundstückssuche und der sich plötzlich ergebenden Verkaufsgelegenheit für das alte Haus, startete das Projekt kanadisches Naturstammhaus.

Acht Wochen benötigte die Vorbereitung für den Bau. Nach drei weiteren Monaten standen die Container aus Kanada auf dem Bauplatz. Zusammen mit dem Anbieter und seinen eigenen Leuten wurde der Bausatz aus Rotzeder innerhalb einer Woche aufgestellt.

Die Konstruktion des Gebäudes mit seinem abgebundenden Vierkant-Dachstuhl und mächtigen vier Rundstammpfetten ist äußerst beeindruckend. Im First ist das Dach ungewöhnlich als Sparrendach ausgebildet. Eine zentrale Rotzederstütze mit 60 Zentimetern Durchmesser trägt das Dach des 240 Quadratmeter-Hauses. Rechts davon ist die mächtige Sitzgarnitur vor der verglasten Traufwand angeordnet. Links steht ein Esstisch aus einem Stammstück. Frei zugänglich schließt sich dahinter die weiße U-förmige Küche an.
 
Über die Estrichfußböden werden beide Etagen des Gebäudes erwärmt. Ein Feststoffofen erledigt dies im Heizraum außerhalb des Wohnhauses. Dort dienen Stückholz und Pellets aus dem Vorratskasten als Brennstoff. Zwei Wasserspeicher à 1.000 Liter fassen die Energie und werden über Heizschlangen automatisch für Warmwasser und Heizwasser angezapft. Die Heizenergie strahlt durch robuste Eichenholzböden auf allen Etagen.

Die besondere Höhe der Wände und Zwischendecke ist aus gutem Grund gewählt. Ein Viertel der Grundfläche dient als Luftraum. Dementsprechend ist die Zwischendecke höher gesetzt, sonst würden die im Mittel 35 Zentimeter dicken Stammwände und die Zwischendecke erdrückend wirken. Weiße Zwischenwände und Dachschrägen lockern das Gesamtbild optisch auf. Die variierende Farbe des Rotzedernholzes kommt dadurch besonders gut zur Geltung. Die wenigen, markanten Äste sind dekorativ im Wandbild verteilt. Auf einen Anstrich konnte bei diesem Haus verzichtet werden, denn die äußerst robuste Rotzeder widersteht ganz natürlich dem Wetter und etwaig angreifenden Insekten und Pilzen.    TH