Haus Bretagne

Anbieter: Honka
Bauart: Blockbau, Kreuzlamellenholz
Holzart: Kiefer
Wandsystem: außen gedämmt
Nutzfläche Holzbau: 133 Quadratmeter
Preisklasse Aubauhaus: 200.000 Euro
Holzschutz der Fassade: braune Lasur
Heizenergie: Stückholz
Wärmeverteilung: Fußboden

Standort

Grundriss

Kubus am Atlantik

Wer träumt nicht von einem Haus am Meer. Eine französische Familie hatte dieses Glück und ließ sich einen geschmackvollen Wohnsitz an der Bretagne-Küste errichten. Die erhabene Architektur des Flachbaus kreierte der Designer des Gebäudes mit einer Staffelung dreier kubischer Körper: Im Zentrum des Hauses steht ein quadratischer Keller, der über das Geländeniveau herausragt und als Fundament dient. Er ist mit einer Betonplatte überdeckt, die links und rechts auf Pfeiler gestützt ins Freie ragt. Darüber liegen die Wohnräume des Hauses, barrierefrei auf einer Ebene. Über eine Stahlbrücke führt der Weg zum windgeschützten Hauseingang. Zum Meer hin wird das Gebäude durch ein 52 Quadratmeter großes Terrassendeck erweitert. Das flache Gebäude hält den atlantischen Stürmen gut stand. Auf dem 900 Quadratmeter großen Grundstück bzw. unter dem Haus können drei Fahrzeuge sicher parken.

Die Blockhausfassade ist mit edlem Rotzedernholz bekleidet und teilweise mit Klinkerstein geschmückt. Hinter der Front befindet sich eine 20 Zentimeter starke Holzfaser-Dämmung, innen folgt eine 13 Zentimeter dicke Blockwand. Außen hat das Gebäude keinen typischen Blockhaus-Charakter. Innen aber wurde ein Kiefernholzblock verlangt, damit die Eigenschaften Wohngesundheit und Gemütlichkeit erfüllt sind.

Das Architekturkonzept des Hauses basiert im Wesentlichen auf einem kreuzweise verleimten Lamellenbalken, der besonders riss- und verwindungsfrei ist. Dieser minimiert die Setzung des Wandgefüges erheblich, so dass die Wand praktisch setzfrei ist. Als weiterer Vorteil wird die enorme Luftdichtigkeit des Wandsystems genannt, die vergleichsweise mehr als doppelt so hoch ist wie bei herkömmlichen Blockhäusern. Das gütegesicherte Produktionsniveau im finnischen Werk erfüllte alle baulichen Anforderungen.

Im Haus begeistert vor allem das fast 60 Quadratmeter große Wohnzimmer mit offener Küche und Essbereich. Der Raum ist von zwei Seiten durch große Terrassenfenster eingefasst. In seinem Zentrum steht ein runder Kaminofen mit zwei Sichtscheiben. Das Holzheizen ist hier nicht nur eine Stil-Frage. Im Keller befindet sich eine zentrale Holzheizung, die die Zimmer über die Fußböden versorgt und Warmwasser bereitet.

Rechts im Wohnraum gefällt eine schwarze Einbau-Küchenwand. Dazu passen die Kochtheke und der Esstisch, die wie Inseln im offenen Meer des weiten Raumes platziert sind. Ein Nussbaum-Fußboden sorgt für Eleganz und schmeichelt den Füßen.

Ein breiter Wanddurchbruch verbindet den Wohnbereich mit dem Treppenaufgang, dann folgt der Schlaftrakt. Einige Leichtbauwände sind mal hell, mal dunkel mit Lehm verputzt. Das große Elternschlafzimmer wartet mit einer separaten Ankleide auf, während die beiden Kinderzimmer sich mit acht und zehn Quadratmetern begnügen. Das Schlafzimmer geht offen ins Bad über, wo man leicht erhöht direkt am Fenster in die Wanne steigen kann.

Die flache und glatte Architektur mit einem barrierefreien Zugang über einen Steg ist sehr bequem zu bewohnen. Die Lichtverhältnisse sind trotz des vielen Massivholzes ausgezeichnet. Das ökologische Baukonzept, das regenerative Heizen und die vorzügliche Dämmung erfüllen spielend alle Ansprüche des europäischen Wärmeschutzes. TH